Herausgegeben von Dr. P.M. – Herausgeber der

DAVID UND DIE LIEBE



Biblische Texte deutsch von Josef Maria Mayer


ERSTES KAPITEL

JONATHAN UND MICHAL

Als David beendet hatte sein Gespräch mit Saul, fühlte Jonathan eine sofortige Zuneigung zu David; Jonathan liebte ihn wie sein eigenes Selbst;

Saul engagierte ihn an diesem Tag und ließ ihn nicht nach Hause gehen zu seinem Vater.

Jonathan schloss einen Pakt mit David, da er ihn liebte wie sein eigenes Selbst;

Jonathan zog den Mantel aus, den er trug, und gab ihn David, und seine Rüstung dazu, darunter sogar sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel.

Wo David auf eine Mission von Saul gesendet wurde, war er erfolgreich, und Saul setzte ihn ein als Kommandant über die kämpfenden Männer, alle Menschen respektierten ihn und so taten auch Sauls Mitarbeiter.

Nach ihrer Rückkehr, als David kam zurück von der Tötung der Philister, kamen die Frauen aus allen Städten Israels singend und tanzend König Saul entgegen, mit Pauken, Zimbeln und Schreien der Freude;

Und so die Frauen tanzten und sangen: Saul hat seine Tausende getötet, und David seine Zehntausende.

Saul war sehr wütend, der Vorfall missfiel ihm. Sie haben David die Zehntausende gegeben, sagte er, aber mir nur die Tausende, was kann er mehr noch haben, außer dem Thron?

Und Saul sah David eifersüchtig an von diesem Tag an.

Am folgenden Tag kam ein böser Geist von Gott über Saul und hat ihn besessen und er fiel in einen Rausch, während er im Haus war. David spielte die Harfe wie bei anderen Gelegenheiten; Saul hatte einen Speer in der Hand.

Saul schwang den Speer, er sagte: Ich will David an die Wand nageln! David wich ihm zweimal aus.

Saul fürchtete David, da Jahwe mit ihm war und hatte sich von Saul zurückgezogen.

Und Saul entfernte ihn aus seiner Gegenwart und ernannte ihn zum Kommandanten der Tausend, er führte das Volk im Kampf.

In all seinen Expeditionen war David erfolgreich und Jahwe war mit ihm.

Und Saul sah, wie sehr erfolgreich er war, und hatte Angst vor ihm.

Ganz Israel und Juda liebte David, da er ihr Führer im Kampf war.

Saul sagte zu David: Da ist meine älteste Tochter Merab, ich werde sie dir in die Ehe geben, aber du musst mir tapfer dienen und kämpfen Jahwes Kriege. - Saul dachte: Besser als das ich ihn schlage, sollen es die Philister tun!

David antwortete Saul: Wer bin ich und was ist meine Stammbaum und die Familie meines Vaters in Israel, dass ich der Schwiegersohn des Königs werden soll?

Als die Zeit für Merab kam, die Tochter Sauls, um David gegeben zu werden, wurde sie Adriel aus Mehola gegeben an Davids statt.

Nun aber Michal, Sauls Tochter, verliebte sich in David. Als Saul das hörte, war er froh.

Er dachte: Ja, ich werde sie ihm geben, sie kann die Schlinge für ihn sein, so dass die Philister ihn bekommen. Bei zwei Gelegenheiten sagte Saul zu David: Heute sollst du mein Schwiegersohn sein.

Saul gab Anweisungen seinen Knechten: Private Wort sprecht mit David und sagt: Schau, das ist der König, der dich gern hat, und alle seine Knechte lieben dich - warum nicht der Schwiegersohn des Königs werden?

Die Knechte Sauls wiederholten diese Worte in Davids Ohr, und David antwortete: Denkt ihr, dass Schwiegersohn des Königs zu sein ist eine triviale Angelegenheit? Ich habe weder Reichtum noch eine hohe Stellung.

Die Knechte Sauls berichteten Saul: Das ist es, was David gesagt hat.

Saul antwortete: Sagt David dies: Der König will keinen Brautpreis außer hundert Philister-Vorhäute, zur Rache an den Feinden des Königs. - Saul zählte darauf, dass David von den Philistern getötet würde.

Als seine Diener dies wiederholten vor David, dachte David, es wäre eine feine Sache, der Schwiegersohn des Königs zu sein. Und er hat keine Zeit verloren,

Sondern David stand auf, um zu gehen, er und seine Männer töteten zweihundert Philister. David brachte ihre Vorhäute zurück und zählte sie vor dem König, auf dass er der Schwiegersohn des Königs werde. Saul gab ihm seine Tochter Michal in die Ehe.

Saul konnte nicht umhin, zu sehen, dass der Herr mit David war, und dass das ganze Haus Israel ihn liebte;

Saul hatte immer mehr Angst vor David, mehr als je zuvor, und wurde sein eingefleischter Feind.

Der Philister Fürsten kämpften im Krieg, und immer dann, wenn sie dies taten, hatte David mehr Erfolg als alle Mitarbeiter Sauls, folglich gewann er großes Ansehen.

Saul ließ seinen Sohn Jonathan und alle seine Knechte wissen von seiner Absicht, David zu töten. Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte zu David eine große Zuneigung;

Und Jonathan warnte David: Mein Vater Saul sucht nach einem Weg, um dich zu töten, so sei auf der Hut morgen früh; tauche unter, bleib außer Sichtweite.

Ich werde gehen und fragen meinen Vater nach seinem Unternehmen in dem Land, wo du sein wirst, und werde zu meinem Vater über dich reden, ich werde sehen, wie die Situation ist und dann sag ich’s dir.

Jonathan lobte David vor Saul, seinem Vater, und sagte: Der König sollte nicht schaden seinem Knecht David; weit davon entfernt, dir zu schaden, ist, was er getan hat, sehr zu deinem Vorteil gewesen.

Er nahm sein Leben in seine Hände, er tötete die Philister, und Jahwe führte ihn zu einem großen Sieg für ganz Israel. Du sahst, es war für dich. Wie zufrieden warst du! Warum dann willst du sündigen gegen unschuldiges Blut durch das Töten Davids ohne Grund?

Saul war von Jonathans Worten beeindruckt. Saul schwor: So wahr der Herr lebt, ich werde ihn nicht töten.

Jonathan rief David und sagte ihm alles. Jonathan brachte ihn dann zu Saul und David blieb in seiner Anwesenheit wie zuvor,

Bis er auszog wieder und David gegen die Philister kämpfte, er fügte ihnen eine große Niederlage bei, und sie flohen vor ihm.

Ein böser Geist von Jahwe kam über Saul, während er in seinem Haus saß mit seinem Speer in seiner Hand; David spielt die Harfe.

Saul versuchte, David an die Wand zu nageln mit seinem Speer, aber er wich Sauls Schuss aus und der Speer steckte in der Wand. David floh und machte vollkommen seine Flucht. Noch in derselben Nacht

Saul schickte Agenten in Davids Haus, nachzusehen, in der Absicht, ihn am Morgen zu töten. Aber Michal, Davids Frau, warnte ihn: Wenn du nicht entkommen kannst heute Abend, wirst du morgen ein toter Mann sein!

Michal ließ David nach unten durch das Fenster, und er machte sich davon, ergriff die Flucht und so entkam er.

Michal nahm dann ein inländisches Bild, legte es auf das Bett, legte Strähnen aus Ziegenhaar an das Kopfende des Bettes und legte eine Decke über alles.

Als Saul die Agenten geschickt, um David zu verhaften, sagte sie: Er ist krank.

Saul sandte die Agenten wieder aus, nach David zu sehen, mit den Worten: Bringt ihn zu mir her auf seinem Bett, ihn zu töten!

So am Mittag gingen sie, und dort im Bett war das Bild mit den Strähnen aus Ziegenhaar auf dem Kopf.

Saul sagte zu Michal: Warum hast du mich so betrogen und ließest meinen Feind gehen, und unterstütztest so seine Flucht? Michal antwortete Saul: Er sagte: Lass mich los, oder ich werde dich töten!

David, nachdem er floh und seine Flucht vollendet hatte, ging zu Samuel nach Rama und sagte ihm genau, wie Saul ihn behandelt hatte, er und Samuel gingen hin und wohnten in den Hütten.

Das Wort ward zu Saul gebracht: David ist in den Hütten zu Rama.

Saul entsprechend schickte Agenten, um David zu erfassen, und als sie die Gemeinschaft der Propheten weissagen sahen und Samuel als ihren Führer, der Geist Gottes über Sauls Agenten kam, und auch sie fielen in Ekstase.

Als Saul davon erfuhr, schickte er andere Männer, und auch sie fielen in Ekstase, Saul schickte dann eine dritte Gruppe von Agenten, und sie fielen auch in Ekstase.

Er ging dann selbst nach Rama und bei der Ankunft am großen Quell von Seku fragte er: Wo sind Samuel und David? Und jemand sagte: Na, sie sind in den Hütten in Rama.

Auf seinem Weg von dort zu den Hütten in Rama kam der Geist Gottes über ihn, und er ging in einem Rausch, bis er an die Hütten von Rama kam.

Auch er zog seine Kleider aus und auch er fiel in eine Ekstase in Samuels Präsenz, dann ist er zusammengebrochen auf dem Boden und lag nackt für den Rest des Tages und die ganze Nacht. Daher das Sprichwort: Ist Saul einer der Propheten?

Auf der Flucht von den Hütten in Rama ging David und wurde mit Jonathan konfrontiert: Was habe ich getan, was ist meine Schuld, was für ein Unrecht hab ich deinem Vater getan, dass er mir mein Leben nehmen will?

Er antwortete: Du darfst so nicht denken! Du wirst nicht sterben! Mein Vater, siehst du, tut nichts, wichtiges oder unwichtiges, ohne es mir zu vertrauen, also warum sollte mein Vater das vor mir verstecken? Es ist nicht wahr.

Bei der Antwort hat David geschworen: Dein Vater weiß sehr gut, dass ich deine Gunst genieße, und denkt: Jonathan darf nicht über dieses Bescheid wissen oder er wird aufgewühlt werden. Aber, so wahr der Herr lebt und so wahr du selbst lebst, es ist nur Ein Schritt zwischen mir und dem Tod.

Dazu sagte Jonathan zu David: Was immer du für am besten hältst, werde ich sicherlich für dich tun.

David antwortete: Schau, morgen ist Neumond und ich sollte am Tisch mit dem König sitzen, aber du musst mich gehen lassen und mich auf dem Land bis zum Abend verstecken.

Wenn dein Vater meine Abwesenheit bemerkt, musst du sagen: David bat mich eindringlich um die Erlaubnis, zu eilen nach Bethlehem, seiner Heimatstadt, denn sie halten dort das jährliche Opferfest für den ganzen Clan.

Wenn er sagt: Sehr gut, - ist dein Knecht sicher, aber wenn er in Wut gerät, kannst du dir sicher sein, dass er etwas Böses plant.

Zeige deinem Diener treue Liebe, da du deinen Knecht gebunden hast durch einen Pakt in Jahwes Namen. Aber wenn ich schuldig bin, dann töte mich selbst - warum übergibst du mich deinem Vater?

Jonathan antwortete: Gott bewahre! Wenn ich sicher wüsste, dass mein Vater entschlossen ist, dir einen Unfug zu tun, würde ich es dir nicht gesagt haben?

David sprach zu Jonathan: Wer wird es mich wissen lassen, wenn dein Vater dir eine harte Antwort gibt?

Jonathan sagte zu David: Komm, lass uns gehen aufs Land! - Und das Paar ging aufs Land.

Jonathan sagte zu David: Bei Jahwe, dem Gott Israels! Ich werde meinen Vater morgen um diese Zeit fragen, ob alles in Ordnung ist für David, und wenn ich dann nicht nach dir schicke und dich informiere,

Möge Jahwe bringen maßlose Übel über Jonathan und Schlechtes auch! Wenn mein Vater dir einen Unfug zu tun beabsichtigt, werde ich es dir sagen, und lasse dich gehen, so dass du sicher sein kannst. Und möge Jahwe mit dir sein, wie er mit meinem Vater früher gewesen ist!

Wenn ich noch am Leben bin, zeige du deinem Diener treue Liebe, und wenn ich sterbe,

Nie widerrufe die treue Liebe zu meiner Familie. Wenn Jahwe hat jeden Feind Davids vom Antlitz der Erde ausgerottet,

Lass nicht Jonathans Namen mit Sauls Familie ausgerottet werden, und du kannst Jahwe anrufen, dass er David berücksichtige!

Jonathan dann erneuerte seinen Schwur zu David, da er ihn liebte wie seine Seele.

Jonathan sagte zu David: Morgen ist Neumond; deine Abwesenheit wird bemerkt werden, da dein Platz leer sein wird.

Übermorgen wird deine Abwesenheit sehr ausgeprägt sein, und du musst zu dem Ort, wo du am Tag der Tat dich verstecktest, und bleibe neben diesem Hügel.

Ich für meinen Teil, an dem Tag nach morgen werde ich drei Pfeile in diese Richtung schießen, als ob ich auf ein Ziel schösse.

Ich werde dann schicken einen Diener zu gehen und zu finden die Pfeile. Wenn ich zu ihm sagen: Die Pfeile sind auf dieser Seite, hole sie, - dann komm, da alles gut sein wird für dich und nichts ist los, du bist so sicher, wie Jahwe lebt.

Aber wenn ich zu ihm sagen: Die Pfeile sind auf jener Seite, - dann hau ab, denn Jahwe selbst schickt dich weg.

Und im Hinblick auf die Vereinbarung, die wir gemacht, du und ich, ist Jahwe Zeuge zwischen uns für immer.

Und David verbarg sich in dem Land; der Neumond kam und der König setzte sich vor seine Mahlzeit.

Er saß auf seinem üblichen Platz mit dem Rücken zur Wand, da saß Jonathan vor ihm und Abner setzte sich neben Saul, aber Davids Platz war leer.

Saul sagte nichts an diesem Tag, er dachte: Es ist reiner Zufall, er ist unrein.

Am Tag nach dem Neumond, dem zweiten Tag, war der Platz Davids immer noch leer.

Da sprach Saul zu seinem Sohn Jonathan: Warum ist nicht der Sohn von Jesse zum Essen gekommen, weder gestern noch heute?

Jonathan antwortete Saul: David bat mich eindringlich um die Erlaubnis, nach Bethlehem zu gehen. Bitte lass mich gehen, sagte er, denn wir halten die Opfer für unsern Clan in der Stadt ab und meine Brüder haben mir befohlen, sie zu besuchen. So, jetzt, wenn ich deine Gunst genieße, lass mich weggehen und sehen meine Brüder. Deshalb ist er nicht an den Tisch des Königs gekommen.

Saul geriet in Wut auf Jonathan und sprach: Du Sohn einer rebellischen Schlampe! Kann ich nicht wissen, dass du auf der Seite dieses Sohnes des Jesse bist zu deiner eigenen Scham und deiner Mutter Schande?

Solange der Sohn von Jesse Leben hat auf der Erde, weder du noch deine königlichen Rechte sind gesichert. Jetzt hol ihn her und bring ihn zu mir, er verdient zu sterben.

Jonathan antwortete seinem Vater Saul: Warum sollte er sterben? Was hat er getan?

Saul aber schwang seinen Speer auf ihn, um ihn zu durchbohren, und Jonathan erkannte, dass sein Vater festgesetzt hatte, dass David sterben sollte.

In heißer Wut stand Jonathan vom Tisch auf und aß nichts am zweiten Tag des Monats, so war er wegen David aufgeregt und weil sein Vater ihn beleidigt hatte.

Am nächsten Morgen ging Jonathan hinaus aufs Land zu der Zeit, die er mit David vereinbart hatte, wobei ein junger Diener mit ihm war.

Er sagte zu seinem Diener: Geh und finde die Pfeile, die ich gehe, um zu schießen, - und der Diener lief, während Jonathan schoss einen Pfeil vor ihm ab.

Als der Diener die Stelle, auf die Jonathan den Pfeil geschossen hatte, erreichte, Jonathan ihm nachrief: Ist das nicht der Pfeil vor dir?

Und Jonathan rief nach dem Diener: Schnell! Beeile dich, steh nicht herum. Jonathans Diener nahm den Pfeil und brachte ihn zurück zu seinem Herrn.

Der Diener ahnte nichts, nur Jonathan und David wussten, was gemeint war.

Jonathan gab dann seine Waffen dem Diener und sagte: Geh und trage sie in die Stadt.

Sobald der Diener gegangen war, stand David neben dem Hügel, warf sich auf den Boden, warf sich dreimal nieder. Dann umarmten sie einander, beide weinten reichlich.

Jonathan sagte zu David: Geh in Frieden. Und was den Eid betrifft, den wir beide haben im Namen des Herrn geschworen, kann Jahwe Zeuge zwischen mir und dir sein, zwischen deinen Nachkommen und meinen für immer.


DAVIDS TOTENKLAGE UM SAUL UND JONATHAN

David sang die folgende Klage über Saul und seinen Sohn Jonathan

(Es ist für den Unterricht im Bogenschießen der Kinder Juda, es ist in dem Buch des Geraden geschrieben):

Ist die Pracht Israels tot auf deinen Höhen? Wie sind die Helden gefallen?

Sprecht nicht davon in Gath, nicht verbreitet es in den Straßen von Aschkelon, aus Angst, die Töchter der Philister freuten sich, aus Angst, die Töchter der Unbeschnittenen weideten sich daran.

Ihr Berge von Gilboa, kein Tau, kein Regen falle auf euch, o tückische Bereiche, in denen der Helden Schild liegt entehrt! Nicht mit Öl der Schild Sauls war gefettet,

Sondern mit dem Blut der Verwundeten, dem Fett der Krieger! Der Bogen von Jonathan nie kehrte zurück, das Schwert Sauls ist nicht nach Hause gekommen, Unersättliche!

Saul und Jonathan, geliebt und gut aussehend, wurden weder im Leben noch im Tod getrennt. Schneller als Adler waren sie, stärker als Löwen.

O Töchter Israels, um Saul weint, der hat euch Scharlach und Byssus zu tragen gegeben, die goldenen Schmuckstücke an eure Kleider!

Wie sind die Helden gefallen in der Härte der Schlacht? Jonathan, von deinem Sterben bin ich geschlagen,

Ich bin verzweifelt wegen dir, Jonathan, mein Bruder. Sehr lieb bist du mir nahgegangen, deine Liebe war mir wunderbarer als die Liebe einer Frau.

Wie sind die Helden gefallen und die Waffen des Krieges erlegen!



ZWEITES KAPITEL
ABIGAIL

Samuel starb und ganz Israel war versammelt, um ihn zu betrauern. Sie begruben ihn in seinem Haus in Rama. David zog dann ab und ging hinunter in die Wüste von Maon.

Nun, da war ein Mann in Maon, dessen Geschäft war auf dem Karmel, der Mann war sehr reich: er besaß dreitausend Schafe und tausend Ziegen. Er war dann auf dem Karmel mit seinen geschorenen Schafen.

Der Name des Mannes war Nabal und seine Frau hieß Abigail. Sie war eine Frau von Intelligenz und Schönheit, aber der Mann war geizig und kleinlich. Er war ein Kalebiter.

Als David in der Wüste hörte, dass Nabal bei seiner Schafschur war,

Hat er zehn Männer abgeschickt, nachdem er sagte: Geht bis zum Karmel, besucht Nabal und grüßt ihn von mir.

Und das ist, was du zu meinem Bruder sagen sollst: Friede sei mit dir, Frieden deiner Familie, Frieden allen den Deinen!

Ich höre, dass du jetzt die Scherer um dich hast, deine Hirten waren mit uns kürzlich: wir haben sie nicht belästigt, noch haben sie etwas verloren, die ganze Zeit über waren sie am Karmel.

Frage deine jungen Männer und sie werden dir’s sagen. Ich hoffe, dass du die Menschen willkommen heißt, wir kommen zu einem Fest. Was auch immer du zur Hand hast, gib es deinen Knechten und deinem Sohn David.

Davids Männer gingen und sagten all dies Nabal von David und warteten.

Nabal antwortete den Männern in Davids Dienst: Wer ist schon David? Wer ist schon der Sohn von Jesse?

Es gibt viele Diener heutzutage, die sich von ihren Herren fortstahlen. Soll ich mein Brot und meinen Wein und das Fleisch, das ich für meine Scherer geschlachtet, nehmen und es den Menschen geben, von denen ich nicht weiß, woher sie kommen?

Davids Männer drehten sich auf ihren Fersen um und gingen zurück, und bei ihrer Ankunft sagten sie ihm genau das, was gesagt worden war.

David sagte zu seinen Männern: Jeder Mann soll sein Schwert anschnallen! - Und sie schnallten ihre Schwerter an, und David schnallte seins an, etwa vierhundert Mann folgten David, während zweihundert Mann zurückblieben bei dem Gepäck.

Jetzt hat einer der jungen Männer gesagt zu Abigail, Nabals Frau, er sagte: David sandte Boten aus der Wüste, den Meister zu begrüßen, aber er flammte sie an.

Nun waren diese Männer sehr gut zu uns, sie haben uns nicht belästigt, und wir haben nichts verloren, die ganze Zeit hatten wir nichts mit ihnen zu tun, während wir unterwegs waren in dem Land.

Tag und Nacht waren sie wie ein Schutzwall für uns alle Zeit, die wir mit ihnen waren, beim Hüten der Schafe.

So, jetzt erwecke deinen Geist, was du tun sollst, denn der Ruin unseres Meisters und seiner ganzen Familie ist eine Gewissheit, und er ist wie ein Tier, dass niemand ein Wort zu ihm sagen darf.

Abigail nahm hastig zweihundert Brote, zwei Schläuche Wein, fünf Schafe vorbereitet, fünf Maß aus geröstetem Getreide, hundert Beutel Rosinen und zweihundert Kuchen von Feigen und lud alles auf einen Esel.

Sie sagte zu ihren Knechten: Geht voran, ich werde euch folgen - aber sie wollte nichts sagen ihrem Mann Nabal.

Als sie ritt auf ihrem Esel hinter einer Spalte in den Bergen, kam David vorbei, und seine Männer kamen in ihre Richtung, und sie grüßte sie.

Nun, David hatte beschlossen: Es war eine Verschwendung von Zeit, meine Bewachung all der Dinge dieses Mannes in der Wüste, so dass er nichts verloren hat! Er hat mir Gutes mit Bösem vergolten.

Möge Gott bringen maßlose Übel auf David und Schlechtes auch, wenn ich am Morgen einen einzelnen, der gegen die Wand pisst, am Leben lasse, der zu ihm gehört!

Sobald Abigail David sah, stieg sie schnell vom Esel und fiel auf ihr Gesicht vor David, warf sich auf den Boden.

Sie fiel ihm zu Füßen und sagte: Lass mich die Schuld tragen, mein Herr. Lass deine Dienerin in dein Ohr sprechen, und höre, was deine Magd zu sagen hat!

Mein Herr, bitte gib keine Aufmerksamkeit diesem brutalen Nabal, denn seine Natur ist, wie sein Name, Brutaler bedeutet sein Name und brutal ist er. Aber ich, deine Magd, habe nicht gesehen die Männer, die mein Herr geschickt.

Und nun, mein Herr, so wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, Jahwe, der dich vor dem Verbrechen des Blutvergießens und vor Rache mit eigener Hand bewahrt, mögest du alle deine Feinde besiegen und alle, die dir übel gesonnen sind wie Nabal.

Die Gaben, die deine Magd meinem Herrn gebracht hat, sollten den Männern in deinem Dienst gegeben werden.

Bitte vergib deiner Magd jede Straftat, die an euch geschehen ist, denn Jahwe sicherlich versichert dich einer dauerhaften Dynastie, da du kämpftest in Jahwes Schlachten und kein Fehler in dir wurde im Laufe deines Lebens gefunden.

Sollte jemand Jagd machen auf dich und versuchen, dich zu töten, wird dein Leben in dem Beutel des Lebens bei Jahwe, deinem Gott, bewahrt werden, während er die Gegner fortschleudern wird mit der Steinschleuder.

Nachdem Jahwe für dich all die guten Dinge getan, die er sagte, er werde für dich tun, dass du Herrscher von Israel wirst,

So musst du keine Angst haben, mein Herr, keine Reue darüber, grob Blut vergossen zu haben, selbst Rache genommen zu haben. Wenn Jahwe gut mit dir fertig wird, dann merke dir deine Magd.

Da sprach David zu Abigail: Gesegnet sei Jahwe, der Gott Israels, der dich mich treffen ließ heute und hat dich zu mir geschickt!

Selig deine Weisheit und gesegnet bist du, die du mich heute vor dem Verbrechen des Blutvergießens und der Rache zurückgehalten hast!

Aber so wahr Jahwe, der Gott Israels, lebt, der mich dir zu schaden gehindert, wenn du nicht eiltest, mich zu treffen, ich schwöre, Nabal hätte nicht einen einzigen Mann, der gegen die Wand pisst, lebendig erhalten am Morgen!

David dann akzeptierte, was sie ihm gebracht hatte, und sagte: Geh in Frieden nach Hause. Ja, ich habe dir zugehört und habe dich begnadigt.

Abigail kehrte zu Nabal zurück. Er hielt ein Fest, ein fürstliches Mahl in seinem Haus; Nabal war in Hochstimmung, und da er sehr betrunken war, erzählte sie ihm überhaupt nichts, bis es Tag war.

In der Frühe, als Nabals Wein ihn verlassen hatte, sagte seine Frau ihm alles, was geschehen war, da starb sein Herz in ihm und er wurde wie ein Stein.

Über zehn Tage später schlug Jahwe den Nabal, und er starb.

Als David hörte, dass Nabal tot war, sagte er: Gepriesen sei Jahwe, der verteidigt hat meine Sache wegen der Beleidigung, die ich von Nabal empfangen habe, und weil er hielt seinen Knecht davon ab, etwas Falsches zu tun! Jahwe hat Nabals Schlechtigkeit prallen lassen auf seinen eigenen Kopf!

David schickte Abigail ein Angebot der Ehe. Als die Männer in Davids Dienst zu Abigail kamen auf den Karmel, sagten sie: David hat uns geschickt, dich zu sich zu nehmen, um seine Frau zu werden.

Sie stand auf, warf sich auf den Boden. Betrachte deine Magd als deine Sklavin, sagte sie, um die Füße zu waschen den Knechten meines Herrn.

Schnell Abigail stand wieder auf und stieg auf einen Esel, gefolgt von fünf ihrer Mägde, folgte sie Davids Boten und wurde seine Frau.

David hatte auch Ahinoam aus Jesreel geheiratet und er hielt sie beide als seine Frauen.

Sauls Tochter Michal, Davids Frau, wurde Palti, dem Sohn des Lais, aus Gallim, gegeben.



DRITTES KAPITEL
BATHSEBA

An der Wende des Jahres, zu der Zeit, wenn die Könige gehen ins Feld, sandte David Joab und mit ihm seine Wachen und ganz Israel. Sie massakrierten die Ammoniter und belagerten das Rabba der Ammoniter. David aber blieb in Jerusalem.

Es geschah gegen Abend, als David Ruhe hatte und ging auf dem Dach des Palastes, dass er vom Dach aus sah eine Frau beim Baden sich bewegen, die Frau war sehr schön!

David zog Erkundigungen über diese Frau ein und ihm wurde gesagt: Warum, das ist Bathseba, die Tochter Eliams und Frau des Uria, des Hethiters.

David sandte Boten, um sie abzuholen. Sie kam zu ihm, und er schlief mit ihr, kurz nachdem sie sich gereinigt von ihrer Monatsblutung. Dann ging sie wieder nach Hause.

Die Frau wurde schwanger und ließ David sagen: Ich bin schwanger.

David dann sandte zu Joab: Schicke mir Uria, den Hethiter! Worauf Joab geschickt den Uria zu David.

Als Uria ihn erreichte, fragte David, wie Joab war und wie die Armee war und wie der Krieg ging.

David sagte zu Uria: Geh in dein Haus und wasche deine Füße. - Uria verließ den Palast und ein Geschenk von der Tafel des Königs folgte.

Uria jedoch im Palast-Tor mit all seiner Leibwache schlief und ging nicht in sein Haus hinab.

Dies wurde David berichtet; Uria, sagten sie, ist nicht hinab in sein Haus gegangen. - So fragte David den Uria: Bist du nicht gerade von der Reise zurück? Warum bist du nicht gegangen in dein Haus?

Uria antwortete: Die Bundeslade, Israel und Juda sind in Zelten untergebracht; mein Herr Joab und mein Herren der Wachen sind in offenen Zelten. Wie kann ich dann in mein Haus gehen, essen und trinken und schlafen mit meiner Frau? So wahr Jahwe lebt, und so wahr du lebst, ich werde so etwas nicht tun!

David sprach zu Uria: Bleib heute hier, morgen werde ich dich abschicken. - So Uria blieb an diesem Tag in Jerusalem.

Am nächsten Tag lud David ihn zum Essen ein und in seiner Gegenwart zu trinken und machte ihn betrunken. Am Abend ging Uria hinaus und bettete sich mit seinen Leibwächtern, ging aber nicht in sein Haus hinab.

Am nächsten Morgen schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Uria.

In dem Brief schrieb er: Stelle Uria an die Front, wo die Kämpfe am heftigsten sind, und falle dann zurück, so dass er verwundet wird und getötet.

Joab dann belagerte die Stadt, stationierte Uria an einem Punkt, wo er wusste, dass es harte Kämpfe sein würden.

Die Menschen in der Stadt kämpften und bemühten Joab, es gab Tote in der Armee, unter Davids Wachen, und Uria, der Hethiter, wurde auch getötet.

Joab sandte David einen vollständigen Bericht über die Schlacht.

Dem Boten gab er diesen Auftrag: Wenn du fertig erzählt hast dem König alles über den Kampf,

Wenn der Zorn des Königs ist aufgewacht, und er sagt: Warum habt ihr in der Nähe der Stadt euch eine Schlacht geliefert? Hast du nicht gewusst, dass sie von den Wällen schießen?

Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbaals, getötet? War es nicht eine Frau, die einen Mühlstein auf ihn fallen ließ von den Wällen, was zu seinem Tod in Thebez führte? Warum seid ihr in die Nähe der Stadtmauer gegangen? – Dann sollst du sagen: Dein Knecht Uria, der Hethiter, ist auch tot.

So der Bote bestellte alles bei seiner Ankunft, sagte David alles, was Joab ihn angewiesen zu sagen. David geriet in Wut über Joab und sprach zu dem Boten: Warum bist du in die Nähe der Stadtmauer gegangen? Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbaals, getötet? War es nicht eine Frau, die einen Mühlstein auf ihn fallen ließ von dem Wall, was zu seinem Tod in Thebez führte? Warum seid ihr in die Nähe der Stadtmauer gegangen?

Der Bote antwortete David: Deine Männer hatten einen Vorteil gewonnen und dann kam es uns gelegen, uns im Freien zu engagieren. Wir schickten sie dann zurück in den Toreingang,

Aber die Bogenschützen schossen auf deine Gefolgsleute von den Wällen, einige von des Königs Gefolgsleuten verloren ihr Leben, und dein Knecht Uria, der Hethiter, ist auch tot.

David sprach zu den Boten: Sag Joab dies: Nimm dir die Sache nicht zu Herzen, das Schwert frisst jetzt den einen und nun den andern, unternimm einen weiteren Angriff auf die Stadt mit einer größeren Kraft und zerstöre sie. Das wird ihn ermutigen.

Als Urias Frau hörte, dass ihr Mann Uria tot war, trauerte sie um ihren Ehemann.

Als die Zeit der Trauer vorüber war, sandte David zu ihr, er wollte sie haben in seinem Haus; sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn. Aber was David getan hatte, missfiel Jahwe.

Jahwe sandte den Propheten Nathan zu David. Er kam zu ihm und sagte: In einer Stadt waren zwei Männer, der eine reich, der andere arm.

Der Reiche hatte Schafe und Rinder in großer Menge;

Der Arme hatte nichts als ein Lamm, nur ein einziges kleines Lamm, das er gekauft hatte. Er förderte es und es wuchs mit ihm auf und mit seinen Kindern, aß sein Brot, trank aus seinem Becher, schlief in seinen Armen, es war wie eine Tochter für ihn.

Als ein Reisender kam, bei ihm zu bleiben, wollte der reiche Mann nicht alles aus seiner eigenen Herde nehmen für den Wanderer, der zu ihm gekommen war. Stattdessen stahl er des armen Mannes Lamm und bereitete es vor für seinen Gast.

David geriet in Wut. So wahr der Herr lebt, sagte er zu Nathan, der Mann, der das getan hat, verdient zu sterben.

Denn so etwas zu tun und zu zeigen kein Mitleid, so soll er das Vierfache an Wiedergutmachung geben für das Lamm.

Nathan sagte zu David: Du bist der Mann! Jahwe, der Gott Israels, sagt dies: Ich salbte dich zum König von Israel, bewahrte dich vor Sauls Nachstellungen,

Ich habe dir deines Herrn Haushalt und deine Haupt-Frauen in die Arme gegeben, ich habe dir das Haus Israel und das Haus Juda gegeben, und wenn das immer noch zu wenig ist, werde ich dir auch andere Dinge schenken.

Warum hast du Verachtung für Jahwe, und getan, was ihm missfällt? Du stelltest Uria, den Hethiter, zu dem Schwert, du hast seine Frau genommen, dass sie deine Frau sei, was zu seinem Tod durch das Schwert der Ammoniter führte.

Aus diesem Grund wird dein Haus nie frei von dem Schwert sein, da man Verachtung für mich zeigte, und du nahmst die Frau von Uria, dem Hethiter, um sie zu deiner Frau zu machen.

So spricht der Herr: Aus deinem eigenen Haus werde ich das Unglück für dich erhöhen. Vor deinen Augen werde ich deine Frauen nehmen und sie deinen Nachbarn geben, die mit deinen Frauen am helllichten Tage zusammen liegen werden.

Du hast im Verborgenen gearbeitet, aber ich werde dies vor dem ganzen Israel wirken, dass es zu sehen ist am helllichten Tag.

Da sprach David zu Nathan: Ich habe gegen den Herrn gesündigt. - Nathan sagte zu David: Jahwe, für seinen Teil, vergibt dir deine Sünde, du brauchst nicht zu sterben.

Aber da du Jahwe so empört hast, wird das Kind sterben, das dir geboren wird.

Und Nathan ging heim. Jahwe schlug das Kind, das Urias Frau dem David geboren hatte, und es ward schwer krank.

David flehte Jahwe an für das Kind, er hielt eine strenge Buße und ging nach Hause und verbrachte die Nacht auf dem Boden liegend, mit Sackleinen bedeckt.

Die Beamten seines Hauses standen um ihn herum, in der Absicht, ihn zu erheben vom Boden, aber er weigerte sich aufzustehen, auch wollte er keine Nahrung zu sich nehmen mit ihnen.

Am siebten Tag starb das Kind. Davids Gefolge hatte Angst, ihm zu sagen, dass das Kind tot war. Auch wenn das Kind noch am Leben wäre, dachten sie, und wir redeten mit ihm, er würde nicht auf uns hören. Wie können wir ihm sagen, dass das Kind tot ist? Er wird verzweifelt sein.

David aber bemerkte, dass sein Gefolge untereinander flüsterte, und erkannte, dass das Kind tot war. Ist das Kind tot? fragte er die Offiziere. Sie antworteten: Es ist tot.

David erhob sich vom Boden, badete und salbte sich und zog frische Kleidung an. Dann ging er in Jahwes Heiligtum und warf sich nieder. Auf dem Rückweg zu seinem Haus fragte er nach Essen, das serviert wurde, und er aß.

Sein Gefolge sagte: Warum benimmst du dich so? Als das Kind noch lebte, fastetest du und weintest, jetzt, da das Kind tot ist, stehst du auf und nimmst Nahrung zu dir!

Als das Kind noch am Leben war, antwortete er, hab ich gefastet und geweint, weil ich dachte: Wer weiß, vielleicht wird Jahwe Mitleid mit mir haben, und das Kind wird leben.

Aber nun, da es tot ist, warum sollte ich fasten? Kann ich es wieder beleben? Ich werde zu ihm gehen, aber er kann nicht wieder zu mir kommen.

David tröstete seine Frau Batseba. Er ging zu ihr ein und schlief mit ihr. Sie wurde schwanger und gebar einen Sohn, den nannte sie Salomo. Jahwe liebte ihn

Und vertraute ihn dem Propheten Nathan an, der ihn Jedidja nannte, Geliebter Jahwes, wie der Herr angewiesen hatte.

Joab überfiel das Rabba der Ammoniter und eroberte die Königsstadt.

Er sandte Boten zu David und ließ ihm sagen: Ich habe Rabba angegriffen und erobert die Wasserversorgung.

So wollen wir jetzt aufbringen den Rest der Armee, belagern die Stadt und sie einnehmen, und die Stadt wird nach deinem Namen genannt werden!

Und David versammelte die ganze Armee und marschierte auf Rabba, er griff die Stadt an und eroberte sie.

Er nahm die Krone des Königs von dessen Kopf, sie wog ein Talent Gold, und sie wurde ein Kleinod auf Davids Kopf. Er trug große Mengen an Beute aus der Stadt.

Und er vertrieb ihre Bewohner, und ließ sie mit Sägen, Eisenpickeln,  Hämmern aus Eisen arbeiten, beschäftigte sie in der Ziegelherstellung. Er behandelte alle Ammoniter-Städte in der gleichen Weise. David und die ganze Armee kehrten nach Jerusalem zurück.


VIERTES KAPITEL
AMNON UND TAMAR

Danach nahmen die folgenden Ereignisse ihren Lauf. Absalom, Sohn Davids, hatte eine schöne Schwester, deren Name war Tamar; Amnon, Davids Sohn, verliebte sich in sie.

Amnon war so von seiner Schwester Tamar besessen, dass es ihn krank gemacht, da sie eine Jungfrau war und Amnon dachte, es sei unmöglich, ihr etwas zu tun.

Aber Amnon hatte einen Freund namens Jonadab, Sohn des Schima, des Bruders Davids, und Jonadab war ein sehr kluger Mann.

Sohn des Königs, sagte er, sag mir, warum, Morgen für Morgen, siehst du so abgetragen aus? Wirst du es mir nicht sagen? Amnon antwortete: Ich bin voller Liebe zu Tamar, meines Bruders Absalom Schwester.

Jonadab sagte: Nimm dein Bett, gib vor, krank zu sein, und wenn dein Vater kommt, dich zu besuchen, sag: Bitte lass meine Schwester Tamar kommen und mir etwas zu essen machen; lass sie bereiten das Essen, wo ich es sehen kann. Was sie mir etwas gibt, werde ich essen.

So Amnon legte sich hin und stellte sich krank. Der König kam, um ihn zu besuchen, und Amnon sprach zu dem König: Bitte lass meine Schwester Tamar kommen und einen Kuchen oder zwei backen, wo ich es beobachten können. Was sie mir gibt, werde ich essen.

David schickte mit einem Wort Tamar in den Palast: Geh zu deinem Bruder Amnon in sein Haus und bereite etwas zu essen für ihn.

Tamar ging in das Haus ihres Bruders Amnon, der dort lag im Bett. Sie nahm Teig und knetete ihn, und sie machte einige Kuchen, während er zusah, und hat ihm gebacken den Kuchen.

Dann nahm sie die Pfanne und bot ihm an, aber er weigerte sich zu essen. Amnon sagte: Alle sollen mich verlassen! -  So jeder zog sich zurück.

Amnon sagte dann zu Tamar: Bring die Lebensmittel in den inneren Raum, so dass ich essen kann, was du mir gibst. - So Tamar nahm die Kuchen, die sie gemacht hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon in den inneren Raum.

Und als sie ihm anbot das Essen, fing er an, sie festzuhalten, und sagte: Komm mit mir ins Bett, Schwester!

Sie antwortete: Nein, Bruder! Zwing mich nicht! Dies ist nicht möglich, sich so in Israel zu verhalten. Tu nicht so eine Schande!

Wo soll ich hingehen? Ich sollte mit dieser Schande gezeichnet werden, während du blamiert worden wärest in Israel? Warum gehst du nicht und sprichst mit dem König? Er wird sich nicht weigern, mich dir zu geben.

Aber er wollte nicht auf sie hören, er überwältigte sie und vergewaltigte sie.

Amnon wurde dann von extremen Hass auf sie ergriffen, der Hass, den er jetzt für sie empfand, war größer als seine frühere Liebe. Steh auf und geh! sagte er.

Sie sagte: Nein, Bruder! Denn mich wegzuschicken wäre schlimmer als das andere Falsche, was du mir angetan hast! - Aber er wollte nicht auf sie hören.

Er rief seinen persönlichen Diener. Befreie mich von diesem Weib! sagte er. Wirf sie hinaus und verriegle die Tür hinter ihr!

(Sie trug einen prächtiges Kleid, denn das war es, was des Königs unverheiratete Töchter in früheren Zeiten trugen.) So schickte der Knecht sie hinaus und verriegelte die Tür hinter ihr.

Tamar warf sich Staub auf den Kopf, zerriss das herrliche Kleid, das sie trug, legte ihre Hand auf den Kopf und ging weg, und schrie laut, als sie ging.

Ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist Amnon, dein Bruder, bei dir gewesen? Schwester, sei ruhig, er ist dein Bruder; nimm dir die Sache nicht so zu Herzen ! - Tamar jedoch ging zurück zu ihrem Bruder Absalom, in sein Haus, untröstlich.

Als König David die ganze Geschichte hörte, war er sehr wütend, aber er hatte nicht den Wunsch, seinem Sohn Amnon, den er liebte, zu schaden, weil er sein Erstgeborener war.

Absalom wollte jedoch Amnon nicht mehr sprechen, da er Amnon hasste, vergewaltigt zu haben seine Schwester Tamar.

Zwei Jahre später, als Absalom die Schaf-Scherer sah in Baal-Hazor, das in der Nähe von Ephraim ist, lud er alle Söhne des Königs ein.

Absalom ging zum König und sagte: Nun, Herr, dein Diener hat die Schaf-Scherer versammelt. Wird der König und sein Gefolge gerne mit deinem Knecht zusammen sein?

Nein, mein Sohn, erwiderte der König, wir müssen nicht alle kommen und eine Last für dich sein. - Und obwohl Absalom hartnäckig blieb, wollte er nicht gehen, sondern entließ ihn.

Absalom blieb dabei: Dann soll wenigstens mein Bruder Amnon mit uns kommen. - Der König sagte: Warum sollte er mit dir gehen?

Absaloms beharrte jedoch, und so ließ er Amnon und alle Söhne des Königs mit ihm gehen. Absalom bereitete ein königliches Bankett

Und dann gab er diesen Auftrag den Dienern: Hört gut zu, wenn Amnons Herz ist fröhlich vom Wein, und ich sage: Schlagt Amnon nieder, dann tötet ihn! Habt keine Angst. Habe ich nicht selbst euch gegeben den Auftrag? Verwendet eure Kraft und zeigt euren Mut!

Absaloms Diener behandelten Amnon, wie Absalom bestellt hatte. Die Söhne des Königs alle sprangen auf, bestiegen ihre Maultiere und flohen.

Während sie auf der Straße waren, erreichte das Wort David: Absalom hat alle Söhne des Königs getötet, nicht einer von ihnen ist übrig geblieben.

Der König stand auf, zerriss seine Kleider und warf sich auf den Boden. All seine Offiziere zerrissen ihre Kleider auch.

Jonadab, Sohn des Schima, des Bruders Davids, sprach aber und sagte: Lass dir nicht zu Herzen gehen den Bericht, dass alle jungen Männer, die Söhne des Königs, getötet wurden, da nur Amnon tot ist: denn Absalom versprach sich dies an dem Tag, da Amnon seine Schwester Tamar vergewaltigt hat.

Also mein Herr, der König, darf sich nicht vorstellen, dass alle Söhne des Königs tot sind, nur Amnon ist tot

Und Absalom geflohen. - Der Mann auf der Wache blickte auf und sah eine große Truppe kommen entlang der Straße von Bahurim. Der Posten kam, um es dem König zu sagen: Ich habe gesehen einige Leute kommen auf der Bahurim-Straße vom Berg.

Jonadab sagte dann zum König: Das sind die Söhne des Königs, die kommen:. Was dein Knecht sagte, ist genau das, was passiert ist.

Kaum hatte er ausgeredet, als die Söhne des Königs kamen und weinten laut, und der König und alle seine Gefolgschaft weinten ebenfalls laut.

Absalom war zu Talmai, dem Sohn Ammihuds, Königs von Geshur, gegangen. Der König trauerte um seinen Sohn jeden Tag.

Als Absalom nach Geshur gegangen, blieb er dort für drei Jahre.

Sobald der König sich über Amnon Tod getröstet hatte, ließ sein Zorn gegen Absalom nach.



FÜNFTES KAPITEL
ABSALOMS TOD

David bewertete die Truppen, die mit ihm waren, und ernannte Oberste über tausend und über hundert, sie zu führen.

David teilte die Armee in drei Gruppen, eine unter dem Kommando von Joab, eine andere unter dem Kommando von Abisai, der Zeruja Sohn und Bruder von Joab, und die dritte unter dem Kommando von Ittai, dem Gathiter. David sagte dann zu den Truppen: Ich werde in das Feld in eigener Person mitziehen.

Aber die Truppen antworteten: Du bist nicht dazu da, das Feld einzunehmen. Niemand wird sich um uns kümmern, wenn wir weglaufen, werden sie sich nicht einmal an uns stören, wenn die Hälfte von uns getötet wird, aber du bist zehntausend Mal mehr wert. So ist es besser, wenn du innerhalb der Stadt bleibst, falls wir Verstärkung brauchen.

David sagte: Ich werde tun, was ihr für richtig haltet. - Und der König stand neben dem Tor, als die Truppen abmarschierten von Hunderten und Tausenden.

Der König befahl Joab, Abisai und Ittai: Um meinetwillen, behandelt den jungen Absalom vorsichtig! - Und die Truppen alle gehörten dem König und es gaben alle Kommandeure diesen Aufträge wegen Absalom.

So die Truppen marschierten ins Freie, um Israel anzugreifen, und die Schlacht fand im Wald von Ephraim statt.

Da wurde die Armee von Israel durch Davids Truppen geschlagen, es war eine große Niederlage an diesem Tag, mit zwanzigtausend Verletzten.

Die Kämpfe verbreiteten sich in der gesamten Region und an diesem Tag der Wald forderte mehr Opfer als das Schwert.

Absalom passierte einige von Davids Wachen. Absalom ritt sein Maultier unter den dicken Ästen einer großen Eiche. Absaloms Kopf wurde von der Eiche gefangen und er blieb hängen zwischen Himmel und Erde, während das Maultier fort ritt.

Jemand sah dieses und berichtete es Joab: Ich habe gerade gesehen Absalom hängen von einer Eiche.

Joab sprach zu dem Mann, der ihn darüber informiert hatte: Wenn du ihn sahest, warum hast du ihn nicht zu Boden geschlagen? Ich würde es mir zur Aufgabe gemacht haben, dir zehn Silberstücke und einen Gürtel dafür zu geben!

Der Mann antwortete Joab: Auch wenn ich das Gewicht von tausend Silberstücken in meiner Hand fühlte, würde ich nicht meine Hand gegen den Sohn des Königs erheben. In unserer eigenen mündlichen Verhandlung hat der König dir und Abisai und Ittai diesen Auftrag gegeben: Um meinetwillen, spart den jungen Absalom auf!

Selbst wenn ich mich getäuscht hätte, bleibt doch nichts vor dem König verborgen, und du müsstest dich lossagen von mir.

Joab sagte: Ich hab keine Zeit, mit dir zu streiten! - Und drei Speere in der Hand, bohrte er sie in Absaloms Herz, während er noch am Leben war, hängend an der Eiche.

Zehn Soldaten, Joabs Waffenträger, kamen heran und schlugen Absalom und töteten ihn.

Joab blies die Posaune, und die Truppen haben aufgehört, Israel zu verfolgen, da Joab hielt die Truppen zurück.

Sie nahmen Absalom, schleuderten ihn in eine tiefe Grube im Wald und hoben einen riesigen Steinhaufen über ihn. All die Israeliten waren geflohen, sie kehrten zurück in ihre Heimat.

Nun, zu seinen Lebzeiten hatte Absalom hergestellt und errichtet eine Säule für sich selbst, das ist im Tal des Königs. Ich habe keinen Sohn, sagte er, die Erinnerung an meinen Namen zu bewahren. - Er schrieb seinen Namen an die Säule, und heute ist sie immer noch als Absaloms Monument zu lesen.

Ahimaaz, Sohn des Zadok, sagte: Lass mich laufen und sagen dem König die gute Nachricht, dass Jahwe seine Sache gerettet und ihn vor seinen Feinden verteidigt.

Aber Joab sagte: Heute würde kein Überbringer guter Nachrichten gut sein, an einem anderen Tag kannst du der sein, aber heute würde man nicht bringen gute Nachrichten, da der Sohn des Königs tot ist.

Joab sagte dann zu dem Kuschiter: Geh und sage dem König, was du gesehen hast. - Der Kuschiter warf sich vor Joab nieder und lief davon.

Aber Ahimaaz, Sohn des Zadok, sagte: Komme was wolle, sagte er zu Joab und sagte: Lass mich bitte nach dem Kuschiter laufen. - Mein Sohn, sagte Joab, warum willst du laufen? Du erhältst keinen Lohn für deine Nachricht.

Er ​​aber antwortete: Komme was wolle, lass mich laufen! Und Joab sagte: So lauf dann! So lief Ahimaaz entlang der Straße durch die Ebene, überholend den Kuschiter.

David saß zwischen den beiden Toren. Der Posten, nachdem er bis zum Dach des Tores gegangen, sah von den Wällen und sah einen Mann laufen allein.

Der Posten rief zum König und sagte es ihm. Der König sagte: Wenn er allein ist, bringt er eine gute Nachricht.

Wie der Mann immer näher kam, sah der Wächter einen anderen Mann laufen, und die Wache über dem Tor rief: Hier kommt ein anderer Mann, der läuft allein! David sagte: Er ist auch ein Überbringer guter Nachrichten.

Der Posten sagte: Ich erkenne den ersten Mann; Ahimaaz, Sohn des Zadok, läuft so. - Er ist ein guter Mann, sagte der König, und kommt mit guten Nachrichten.

Ahimaaz ging auf den König zu. Heil! sagte er, warf sich auf den Boden vor dem König. Gesegnet sei Jahwe, dein Gott, sagte er, der hat die Männer, die gegen meinen Herrn sich aufgelehnt, dem König übergeben!

Ist alles in Ordnung mit dem jungen Absalom? fragte der König. Ahimaaz antwortete: Ich sah einen großen Aufruhr, als Joab, der Diener des Königs, deinen Diener wegschickte, aber ich weiß nicht, was es war.

Der König sagte: Geh und steh dort drüben. - Er stand auf der einen Seite und wartete.

Dann war der Kuschiter angekommen. Gute Nachrichten für meinen Herr, den König! der Kuschiter schrie. Heute hat Jahwe deine Sache bestätigt, indem er dich befreite von allen, die sich gegen dich erhoben hatten.

Ist alles gut mit dem jungen Absalom? fragte der König den Kuschiter. Mögen die Feinde meines Herrn, des Königs, antwortete der Kuschiter, und alle, die sich erheben, um dir zu schaden, das Schicksal dieses jungen Mannes erleiden!

Den König schauderte. Er ging in den Raum über dem Tor und brach in Tränen aus, und wie er weinte, sagte er: Oh, mein Sohn Absalom! Mein Sohn! Mein Sohn Absalom! Wäre ich nur an deiner statt gestorben! Oh, Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

Das Wort ward zu Joab gebracht: Der König weint und trauert um Absalom.

Und für die ganze Armee an diesem Tag der Sieg in Trauer verwandelt wurde, die Truppen haben gelernt, dass der König um seinen Sohn trauert.

Und an diesem Tag die Truppen kamen heimlich zurück in die Stadt, die Truppen schlichen sich verschämt weg,  wie wenn sie desertierten in der Schlacht.

Der König hatte sein Gesicht bedeckt und weinte laut: Mein Sohn Absalom! Oh, Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

Joab ging hinein zum König und sagte: Heute haben alle deine Knechte sich geschämt, weil sie dein Leben, das Leben deiner Söhne und Töchter, das Leben deiner Frau und das Leben deiner Konkubinen gerettet! weil du diejenigen liebst, die dich hassen, und hassest, die dich lieben.

Du hast heute deutlich gemacht, dass Kommandeure und Soldaten dir nichts zu bedeuten, denn heute sehe ich, dass du zufrieden wärest, wenn wir alle tot wären, vorausgesetzt, dass Absalom noch lebte!

Jetzt steh auf, komm heraus und beruhige deine Soldaten, denn wenn du nicht kommst, ich schwöre bei Jahwe, nicht ein Mann wird bei dir bleiben heute, und dies wird ein schlimmeres Unglück für dich als alles, was dir passiert ist von deiner Jugend an bis jetzt!

Der König stand auf und nahm seinen Platz an der Pforte ein. Eine Ankündigung wurde der ganzen Armee gemacht: Der König sitzt an der Pforte. Und das ganze Heer hat sich vor dem König versammelt.


SECHSTES KAPITEL
ABISCHAG VON SCHUNEM

König David war jetzt ein sehr alter Mann, und obwohl er in Bettwäsche warm eingepackt war, konnte er sich nicht warm halten.

So seine Knechte zu ihm sagten: Lass uns ein junges Mädchen für meinen Herrn, den König, suchen, die den König pflegt und schaut nach ihm, sie wird in der Nähe liegen bei dir, und so wird es mein Herr König immer warm haben.

Sie haben ein schönes Mädchen aus dem gesamten Gebiet von Israel gesucht, und nachdem sie gesucht, fanden sie Abischag von Schunem und brachten sie zu dem König.

Das Mädchen war sehr schön! Sie sah nach dem König und pflegte ihn, aber der König hatte keinen Geschlechtsverkehr mit ihr.